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Zukunftssicher bauen: 4 wichtige Techniken für Häuser

Wer eine Immobilie gekauft, gebaut oder geerbt hat, steht oftmals vor der Frage, soll das eigene Haus nun modernisiert oder saniert werden? Und wenn ja, welche Maßnahmen sind eigentlich wichtig, um die eigene Immobilie für die Zukunft vorzubereiten?

Häufig beschäftigen wir uns mit den Schwachstellen unserer Immobilie. Diese Wand müsste mal gestrichen, das Fenster erneuert werden und auch der Fußboden entspricht nicht mehr dem eigenen Geschmack.

Keine Frage, für Immobilienbesitzer gibt es immer etwas zu tun. Es gibt jedoch einige Maßnahmen, mit denen Immobilienbesitzer ihre Häuser und Wohnungen auf die Zukunft vorbereiten können. Welche Maßnahmen Immobilien zukunftssicher machen können, wollen wir hier genauer betrachten.

Immobilien sind immer eine Investition in die Zukunft

Ein neues Haus zu bauen oder eine Bestandsimmobilie zu kaufen, ist immer eine Investition in die Zukunft. Allerdings richten wenige den Blick auf die Zukunftstauglichkeit eines Gebäudes, wenn sie ein Haus kaufen oder bauen.

Wer nicht bereits beim Bauen oder Kaufen darauf achtet, dass ein Gebäude zukunftsstauglich ist, muss einige Jahre oder Jahrzehnte später mit hohen Kosten für den Umbau oder die Nachrüstung rechnen.

Investiert man nicht in die Zukunftstauglichkeit einer Immobilie, riskiert man, dass diese mit der Zeit deutlich an Wert verliert. Doch was bedeutet es eigentlich, die eigene Immobilie zukunftssicher zu gestalten? Worauf sollte man achten?

Wer eine Immobilie kauft oder baut, investiert damit in die eigene Zukunft. Das gilt zum einen, wenn man die Immobilie selbst nutzt. Zum anderen gilt dies aber auch, wenn man die Immobilie als Kapitalanlage nutzen und vermieten möchte.

Damit sich die Investition in eine Immobilie lohnt, sollten sich Zinsen, Kaufnebenkosten und Co. auf lange Sicht möglichst amortisieren. Dabei sollte man nicht nur den Kaufpreis im Blick haben, sondern auch die Kosten, die für eventuelle Umbauten und Modernisierungen entstehen können, berücksichtigen.

Umbau- und Modernisierungskosten können schnell einen fünf- bis sechsstelligen Betrag erreichen. Immobilienbesitzer sollten daher ein Interesse daran haben, in der Zukunft möglichst keine großen Kostenblöcke zu haben.

Von Anfang an möglichst zukunftssicher zu bauen beziehungsweise zu sanieren oder zu modernisieren, kann hierbei helfen. Für Bauherren bedeutet das, dass nicht nur die individuellen Wünsche berücksichtigt werden sollten, man sollte auch verschiedene Zukunftsszenarien in seine Überlegungen einbeziehen.

Das kann zur Folge haben, dass im ersten Moment höhere Kosten und ein größerer Aufwand entstehen, auf lange Sicht, lohnt es sich jedoch.

Man genießt nicht nur ein zukunftssicheres Zuhause, sondern auch einen höheren Wohnkomfort. Es gibt einige Maßnahmen, die Bauherren ergreifen können, um die Immobilie auf die Zukunft vorzubereiten.

#1 Sonneneinstrahlung nutzen mit Photovoltaik

Wenn es um die optimale Lage eines Gebäudes geht, dann spielt die Sonneneinstrahlung eine wichtige Rolle. Eine sonnengünstige Lage sowie optimale Ausrichtung eines Gebäudes sorgt zum einen für mehr Helligkeit in den Räumen. Mehr Helligkeit lässt die Räume freundlicher wirken.

Zum anderen erleichtert eine optimale Sonneneinstrahlung die Nutzung erneuerbarer Energien, denn man kann eine Photovoltaik-Anlage auf dem Dach nutzen.

Der Immobilienwert steigt dadurch, denn man kann zum einen staatliche Förderungen nutzen und zum anderen, Kosten für die Energieversorgung einsparen. Auf lange Sicht sichern sich Bauherren dadurch eine größere finanzielle Freiheit. Die Energieversorgung ist ein wichtiges Thema, wenn es um die Zukunft des Wohnens und zukunftssicheres Bauen geht.

Die Versorgung mit Strom und das Heizen sind zwei große Kostenfaktoren, wenn es um laufende Kosten einer Immobilie geht. Zudem ist zu erwarten, dass die Kosten auch in Zukunft weiter steigen werden.

Betrachtet man die steigenden Preise und berücksichtigt man die Klimakrise, so erkennt man schnell, dass die Energieversorgung ein zentrales Thema ist, wenn es um Zukunftssicherheit bei Immobilien geht. Neben der Solaranlage auf dem Dach kann man noch mehr tun, um bereits heute die besten Voraussetzungen für die Zukunft zu schaffen.

Im Idealfall schafft man direkt mit dem Hausbau die notwendigen Voraussetzungen, um eine Solaranlage auf dem Dach installieren zu lassen. Es ist jedoch auch möglich, eine Solaranlage nachzurüsten.

Wer die Installation einer Solaranlage bereits beim Hausbau berücksichtigen möchte, sollte darauf achten, dass das Dach nicht nach Norden zeigt. Im Idealfall wählt man für die Solaranlage eine Südwest- oder Ostwest-Ausrichtung.

Langfristig gesehen kann eine solche Anlage dabei helfen, viel Geld einzusparen und gleichzeitig ist man als Immobilienbesitzer unabhängiger von den großen Stromversorgern und deren Preise.

Wer nach dem Kauf oder Bau einer Immobilie nicht mehr genug Geld für den Kauf einer Solaranlage übrig hat, kann über eine Solarmiete nachdenken.

Passend zur Photovoltaikanlage können Immobilienbesitzer auch gleich in einen Batteriespeicher für ihre Anlage investieren, um somit langfristig unter den richtigen Umständen sogar komplett autark zu werden.

Tipp: Erfahre, welche Dachformen für Photovoltaik geeignet sind.

#2 Zukunftssichere Heizung

In Deutschland reicht es nicht aus, das Haus nur zu dämmen. Hierzulande ist eine Heizung unverzichtbar. Allerdings stellt die Heizung auch einen großen Kostenfaktor dar. Hinzukommt, dass manche Heizsysteme die Umwelt stark belasten.

Eine Heizung zu installieren, die sowohl den notwendigen Wohnkomfort durch Wärme herstellen kann, als auch die Ressourcen der Erde schont, ist wünschenswert. Durch ein autarkes Heizsystem kann man sich zudem unabhängig machen von der Versorgung und die Preissteigerung großer Anbieter.

Denkbar wären Heizsysteme wie die Solarthermie, die Wärmepumpe, die Brennstoffzellenheizung, das Blockheizkraftwerk oder eine Hybridheizung.

Hier können sich Bauherren beraten lassen, um ein Konzept zu finden, das am besten zu den eigenen Vorstellungen in Bezug auf Nachhaltigkeit und Unabhängigkeit passt.

Lesetipp: Infrarotthermometer Test

#3 Regenwassernutzung einplanen

Bei Wasser handelt es sich um eine endliche Ressource und auch in Deutschland müssen wir in Zukunft mit einer gewissen Wasserknappheit rechnen.

Schon jetzt ist es daher sinnvoll, das zu berücksichtigen und möglichst bei der Planung beziehungsweise Modernisierung einer Immobilie darauf zu achten, dass das Regenwasser genutzt werden kann.

Regenwasser kann für die Toilettenspülung und zum Blumengießen, aber auch zum Duschen und Wäschewaschen verwendet werden. Es gibt bereits Waschmaschinen, die über einen Regenwasseranschluss verfügen.

Regenwasser ist laut Experten hygienisch unbedenklich für das Wäschewaschen und da es als kalkfrei gilt, macht es die Wäsche sogar weicher.

Wenn Regenwasser aufgefangen (z.B. in einer Regentonne mit Überlauf) und dem Kreislauf zugeführt wird, kann das ebenfalls Geld einsparen und man ist auf das Risiko einer Wasserknappheit gut vorbereitet. Es ist zudem sinnvoll, seine Drei-Kammer-Klärgrube nachzurüsten. Hier gibt es einige Bauvorschriften, an die man sich halten sollte.

#4 Smart Home & Haussysteme

Soll ein Haus von Anfang an zukunftssicher gestaltet werden, dann spielen auch Haussysteme eine wichtige Rolle.

Es mag sich noch nicht jeder ein Smart Home wünschen oder vielleicht ist ein solches System aufgrund eines knapp bemessenen Budgets nicht mehr möglich. Allerdings sollte man auf die Zukunft vorbereitet sein.

Aus diesem Grund ist es wichtig, auf eine möglichst erweiterbare Elektrik zu achten. Das heißt, viele Steckdosen und Leitungen einzuplanen. Es ist zu erwarten, dass auch in Zukunft sehr viele Stromanschlüsse benötigt werden.

Wände aufzureißen, um neue Leitungen und Steckdosen einzubauen, ist sehr aufwendig und kostenintensiv. Flexibilität bei der Elektrik ist daher unverzichtbar in einem zukunftssicheren Zuhause.

Wer noch etwas mehr Budget zur Verfügung hat, kann direkt in ein Smart Home investieren.

Die Hausautomation ist derzeit noch in der Entwicklungsphase, aber es gibt bereits jetzt leistungsstarke Tools, die man nutzen kann, um das Wohnerlebnis zu optimieren.

Ist bei der Hausautomation ein Anfang gemacht, kann diese später nach Bedarf ergänzt und erweitert werden.

Es ist zu erwarten, dass in Zukunft jedes Zuhause ein Smart Home sein wird. Wer hier später nicht für viel Geld nachrüsten möchte, achtet am besten schon bei der Planung der Immobilie auf entsprechende Voraussetzungen.

Eine perfekt für die Zukunft vorbereitete Immobilie hat zudem einen höheren Wiederverkaufswert, es lohnt sich daher von Anfang an etwas mehr zu investieren.

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